Lormen und Zeichensprache für Taubblinde

Taubblinde kommunizieren, indem sie ihren Hand- und Fingertastsinn einsetzen. Den verschiedenen Bewegungen ihrer Finger sind unterschiedliche Bedeutungen bzw, einzelne Worte oder Buchstaben des Alphabets zugeordnet. Man "malt" in die Hand des Betroffenen. Voraussetzung für die Kommunikation mit einem Taubblinden ist die Kenntnis der Bedeutungen der verschiedenen Handformen.

Man kann mit einem Taubblinden auch in Kontakt treten, indem der Betroffene dem Gesprächspartner die Hand gibt und diesem Fingerbewegungen in seine Hand tippt, trommelt oder umgekehrt ertastet. Hierzu ist ein gutes Handgespür wichtig.

 

Beide Kommunikationsformen sind erwünscht

Das Weiteren kann auch die Taktile Gebärdensprache verwendet werden. Hierbei handelt es sich um ein Ertasten der Gebärdensprache, d.h. es wird mit den Händen des Kommunikationspartners gebärdet.

Dies kann jedoch nur von Personen angwendet werden, die vor ihrer Erblindung eine Gebärdensprache erlernt haben. Außerdem ist es wichtig langsam und ruhig zu kommunizieren und dass man das ganze auch gerne noch einmal wiederholt.

Zeichensprache

 

Unterschiedliche Kommunikationsformen

  • Lormen bedeutet Zeichen in der Hand des Kommunikationspartners fühlen

  • Zeichensprache ist das gefühlte Malen in der Hand des Kommunikationspartners

  • Tandomen bedeutet, dass die Hand den Zeigefinger des Kommunikationspartners umfasst

  • Lockere Taktile Gebärdensprache bedeutet die Hände des Kommunikationspartners locker fassen und gebärden

  • Blindenschrift und Punktschrift ist das Erfühlen von Wörtern aus einem System von Punkten und Strichen

  • Einige TBL wünschen sich auch, wenn möglich auf einen Block mit Hilfe des Restsehens zu schreiben